Nein, ganz bestimmt nicht. Ich
hatte in den vergangenen 2,5 Monaten gute Tage und schlechte Tage; habe von
vielen sehr schönen Erlebnisse gezehrt, aber auch wirklich krasse,
erschreckende Erfahrungen gemacht. Die Tage waren teilweise so unterschiedlich
wie Tag und Nacht. Nicht anders war es auch in dieser Woche, also in meiner
letzten (Urlaubs-) Woche in Kenia.
Bevor ich jetzt allerdings mit
einem leicht melancholischen Touch für diese vergangene Zeit versuche, die
richtigen abschließenden Worte zu finden, werde ich zunächst, wie in meinen
Einträgen gewohnt, die vergangenen Tage bzw. die vergangene Woche Revue
passieren lassen. Da dies möglicherweise wieder etwas viel Text wird (in meinem
Kopf gibt es so Einiges, was da wieder herumspukt), bitte ich darum, diesen
Eintrag nicht unter Zeitdruck zu lesen. Ihr solltet euch selber genug Zeit
geben, damit euer Kopf auch die richtigen Bilder bzw. Situationen
zusammenstellen kann... denn es ist mir wichtig - und das ist auch der Sinn und
Zweck dessen, warum ich hier in meinen drei letzten Tagen meiner Urlaubswoche
so unendlich viel kostbare Zeit in diesen Text investiere - dass ich euch alle
über die Gegebenheiten hier in Kenia informiere. Ich möchte euch, weil ich es
für unglaublich wichtig erachte, ebenfalls über den Tellerrand schauen lassen.
Wajibu Wetu Childrens Trust Orphanage
Freitag letzte Woche war mein
letzter Tag als Volontär bei African Impact. Ich wurde an diesem
“Gemeinschaftstag“ mit anderen Volontären zusammen im Wajibu Wetu Waisenhaus
eingesetzt und wir veranstalteten einen tollen Tag für die Kinder. So haben
manche Geschenke aus Papier gebastelt; mit ungekochten, also harten Nudeln, die
zuvor einzeln und fein säuberlich angepinselt wurden, wurden Halsketten
gebastelt; es wurde gesungen etc... Das war eine tolle Aktion - man konnte den
Kindern die Freude richtig anmerken, und das war ebenfalls super für mich.
Die im Wajibu Wetu lebenden
Kinder haben mit ihren beiden “Eltern“ (die beiden Leiter des Waisenhauses -
leider fallen mir die Namen nicht mehr ein) wirklich tolle Personen gefunden,
die sich um sie sorgen; sie ermöglichen den Waisenkindern hier ein gutes Leben.
Unterstützt wird das Waisenhaus durch eine kleine (ich glaube süd-) deutsche Organisation, die nicht nur in regem Kontakt, sondern sogar in enger Freundschaft zum o.a. "Elternpaar" steht.
Ein Basketballkorb für die Mukeu School
Bereits noch zu Hause, also im
Vorfeld meiner Abreise, ist mir die Idee gekommen, in einer der Schulen, in
denen ich arbeiten werde, einen Basketballkorb aufzuhängen. In Mombasa konnte
ich die Idee nicht umsetzen, da meine Ansprechpartner von GVI von dieser Aktion
aus dem Grund abrieten, weil der Korb dort vermutlich gezockt werden würde.
Karibu Nairobi
Den Rest-Sonntag verbrachte ich
nach dem Einchecken hauptsächlich damit, den mir bereits bekannten Central
Business District, also mein neues Zuhause auf Zeit, noch besser kennen zu
lernen. Abends gings zum Chillen in den unmittelbar angrenzenden Central Park.
Chillen, was war das noch mal...? :-)
Korogocho
Unser Aachener Bischöfliches
Hilfswerk MISEREOR unterstützt Programme in vielen Entwicklungsländern auf der
ganzen Welt. In Kenia arbeitet MISEREOR eng mit den Organisationen KESHO (Kenya
Environmental Sanitary Health Outreach) und KUTOKA-Network zusammen. Vor 2
Wochen habe ich mich bereits mit Alois, dem Kopf von KESHO, getroffen - ich
habe darüber in meinem verangenen Blogeintrag berichtet. Es ist an dieser
Stelle hilfreich, sich diesen Passus nun noch einmal durchzulesen.
Auch Father John Webootsa, dem
Kopf vom KUTOKA-Network, habe ich im Vorfeld meiner Abreise aus Deutschland
über meine Tätigkeit in Kenia sowie über mein Interesse an seiner Arbeit
informiert. Mit ihm konnte ich Anfang der Woche ein Treffen für Donnerstag
morgen in Korogocho vereinbaren. Da auch Alois mir vor knapp 2 Wochen ein
erneutes Treffen anbot, um mir Korogocho “hautnah“ zu zeigen, habe ich diese
beiden Treffen kombiniert. So habe ich mich am frühen Donnerstag morgen mit
Alois in Nairobi’s Central Business District getroffen, um mit ihm gemeinsam in
den Luftlinie 9 km nordöstlich vom CBD entfernten Slum Korogocho zu fahren.
Korogocho ist mit seinen 120.000
Einwohnern nach Kibera der zweitgrößte Slum in bzw. um Nairobi; die 30-minütige
Busfahrt ging durch den Mathare-Slum.
Während dieser Busfahrt durch
Mathare hatte man lagebedingt teilweise einen großen Überblick über die ganzen Wellblechhütten;
bei dem Anblick schoss mir direkt in den Kopf, worauf ich mich im Vorfeld
eingestellt habe - nämlich dass dieser Tag nochmal heftig für mich werden könnte.
Ich war froh, dass ich mich darauf eingestellt habe, denn ich hatte Recht.
Ich habe mit Father John ein
ausführliches und wirklich eindrucksvolles Gespräch geführt. Ist schwer in
Worte zu fassen, aber ich war gleichermaßen gerührt und fasziniert von seinen
Worten.
Ein kleiner, aber sehr wichtiger
Schritt zur Verbesserung der dortigen Lebensbedingungen ist durch Father John
mit seinem KUTOKA-Network mit Hilfe von MISEREOR bereits geschaffen worden: die
Errichtung eines kleinen Recyclingbetriebes am Rande der Halde, der so genannte
Mukuru-Hof, der nun von den Arbeitern selbst betrieben wird. Hier werden
Briketts aus Papierbrei hergestellt, Plastikflaschen klein gemahlen und Kartons
gebündelt, bevor die Laster der Vertragsfirmen das Material abholen. Damit sind
sichere und gesundere Jobs geschaffen worden.
Dann besuchten wir das direkt am
Rand der Müllkippe liegende “BOMA RESCUE CENTRE“, einem von der Kirche und eben
auch vom KUTOKA-Network unterstützten “Street Children Programme“. Hier werden
Straßenkinder tagsüber aufgenommen, um sie zunächst mal zu einem “besseren
Leben zu erziehen“. Sollten sich die 8-17 Jahre alten Kinder hier 2 Jahre lang
bewähren, werden sie anschließend in der lokalen, ebenfalls kirchlichen Schule
aufgenommen. Schritt für Schritt zu einer besseren Zukunft... (die Worte “step
by step“ sind in dem Gespräch mit Fr. John oft gefallen, sei es durch mich oder
ihn). Auch dieser Besuch war sehr beeindruckend. Das Boma Rescue Centre gibt
den Kindern die NOTwendige Rehabilitation; dies ist der NOTwendige Schritt
zwischen einem Leben im Müll und dem Schulalltag. Ich lernte Peter, den Kopf
des Rescue Centres kennen, sowie die hier arbeitenden Sozialarbeiter, und ich
gewann den Eindruck, dass die Kinder hier in guten Händen sind.
Nach einem Gespräch mit ihnen stand ich plötzlich, eh ich mich versah, vor einer etwa 60-köpfigen Gruppe Kinder im Alter von 8 bis 17 Jahren (siehe Video). Ich bin froh, und da kam mir sofort meine Zeit als Englisch-Lehrer für Standard 3 in Bombolulu zu Gute, dass ich dann unvorbereitet die richtigen Worte gefunden habe. In ca. 10 Minuten habe ich den Kindern erklärt, wie wichtig es ist, was sie hier machen, ...etc..., aber auch, dass es sehr wichtig ist, Englisch zu lernen. Ich habe ihnen eine kostenlose Möglichkeit aufgezeigt, mit welcher sie ihre Englischkenntnisse ausbauen können: sie sollen zu Shops gehen und dort nach alten Tageszeitungen fragen; anschließend sollen sie die dortigen Artikel lesen (oder es zumindest immer wieder versuchen). Die Fortgeschritteneren sollten sich einen Artikel zur Brust nehmen und dann Satz für Satz die Hauptwörter (nouns), Verben und Adjektive jeweils markieren.
Ich zeigte Lilian den Artikel mit
dem Foto von ihr und sie war total von den Socken (ich natürlich auch). Sie hat
sich wirklich gefreut - den Artikel schenkte ich ihr natürlich. Ihr geht es
mittlerweile wieder besser; sie wohnt nun in einem neuen Haus (so bezeichnet
man das hier, wenn ihr versteht...), mitten in Korogocho.
Abschließend zum Thema Korogocho gibts noch ein paar Videos
leider konnte ich hier keine Fotos oder Videos von den ganzen engen, verwinkelten, dreckigen Gassen machen, in denen sich die zahlreichen slum-typischen kleinen Wellblechhütten befinden...
Kibera
Vor knapp einer Woche habe ich
mich bereits mit einer anderen Volontärin von Limuru aus auf den Weg nach
Kibera gemacht, dem wie bereits erwähnt größten Slum in Nairobi. Dort angekommen
bin ich auf den in Kibera lebenden 24-jährigen Patrick gestoßen. Er sollte uns
quasi “an die Hand nehmen“ und den Slum zeigen. Da es allerdings nach knapp 20
Minuten im Slum zu einem unschönen Vorfall kam - meiner “Kollegin“ wurde die
Halskette vom Hals gerissen - beendeten wir diesen Besuch wieder. Auch wenn die
Kette idiellen Wert hatte, hatten wir noch Glück im Unglück; die Aktion hätte
auch anders ausgehen können. Was bleibt, ist ein Kratzer am Hals, ein Schock
und eine knüppelharte neue Erfahrung über das Leben im Slum.
Nationale Sicherheit
Mir liegt schon lange auf dem
Herzen, über das Folgende zu berichten. Das geschieht allerdings erst jetzt,
also ganz zum Schluss meiner Reise, damit sich v.a. meine Familie nicht um mich
sorgen muss.
Während meines 2,5-monatigen
Aufenthaltes hat es hier in Kenia des öfteren geknallt. Die Al Shabaab, also
die somalische “kleine Tochter“ von Al Quaida, war fleißig und hat hier und da
mit Handgranaten rumgeschmissen und Menschen getötet.
So wurde vor vor etwa 2 Monaten
ein Anschlag an einer Bus- und Matatu-Haltestelle in Nairobi verübt, etwa 1 km
östlich von meinem jetzigen Standort im Central Business District. Die
Explosion der geworfenen Handgranate tötete 7 Menschen und verletzte Viele.
Während Astrid und meiner Urlaubswoche in Mombasa (Ortsteil Bamburi), vor etwa
5 Wochen, gab es fast gleichzeitig einen Anschlag im ca. 3 km von Bamburi
nördlich gelegenen Mkwiro und in der von uns südlich gelegenen Innenstadt
Mombasas, und zwar in einem Restaurant am Fußballstadion. Mindestens eine
Person wurde durch die Detonation einer Bombe sowie einer Handgranate getötet,
Viele wurden verletzt. Vor 6 Tagen, Sonntag, 29.04.2012, hat ein Mann in einer
Kirche während einer Messe eine Handgranate geworfen und mit deren Explosion
viele Menschen verletzt, möglicherweise getötet. Dies geschah in einem Ortsteil
Nairobis, ich glaube etwa 3 km östlich vom CBD. Vor 3 Tagen, Mittwoch Abend ca.
gegen Mitternacht, hat es auf der Straße im CBD einen lauten Knall gegeben;
kein Verkehrsunfall-Knall. Ich war nicht der Einzige, der in den ganzen umliegenden
Hochhäusern am Fenster stand - ich konnte allerdings keine sonderlichen
Feststellungen treffen. Anscheinend alles ok. Also weiterschlafen.
Ich fühlte mich in meiner Zeit
hier in Kenia zu keinem Zeitpunkt unsicher, wirklich nicht (ok, zugegeben, bei
dem letztbeschriebenen Knall hatte ich ein wirklich mulmiges Gefühl und dachte,
“jetzt gehts los...“). Ich schreibe dies alles hier nur aus dem Grund, um zu
informieren. Denn das ist genau das, was nicht geschah. In keinster Weise. Die
Al Shabaab wirft hier fleissig mit Handgranaten rum und tötet Menschen, und
diese Information verlässt die Kenianischen Grenzen nicht. Aufgrund einer
vorherigen Registrierung bei der Deutschen Botschaft bzw. beim Auswärtigen Amt
gab es in meiner Zeit hier in Kenia lediglich einmal eine SMS mit der
Information, nicht nach Dadaab (Ort im Nordwesten Kenias, Nähe der somalischen
Grenze) zu reisen; ansonsten keinerlei Informationen über das Geschehene. Wie
mir die Deutsche Botschaft in einer Antwort-E-Mail mitteilte, eben aus dem
Grund, da man sich ja auch über die lokalen Zeitungen informieren kann. Da ich
die Verfassung achte und schütze, soll es das dazu aber auch schon gewesen
sein. Davon abgesehen... selbst der internationale Nachrichtensender CNN, von
dem ich eigentlich viel halte und den ich auch oft privat zu Hause schaue, weil
er wie ich finde einen guten Blick über den Tellerrand gibt, hat nichts über
diese ganzen Vorfälle berichtet. Erschreckend, wie ich finde. Durchschnittlich
gab es während meines Aufenthaltes alle 2,5 Wochen einen Anschlag. Dies wird
vermutlich auch in Zukunft in Kenia der Fall sein - UND NIEMAND BEKOMMT ES MIT.
Abschließende Worte
Nun ist es also soweit. Meine
Zeit in Kenia ist zu Ende. Mir ist von meinen Freunden oft gesagt worden, “du
wirst schon sehen... die Zeit rast!“. Und so ist es auch. Die Zeit rast so
schnell.... Apropos Freunde... es war
wirklich super, Leute, mit euch vorgestern Abend mit Hilfe der Technik des 21.
Jahrhunderts nach langer Zeit nochmal ein Bier zu trinken!!! :-) Und nochmal
apropos Freunde... ich möchte mich bei euch und vor allem auch bei meiner
Familie, wie schon in meinem ersten Blogeintrag erwähnt, jetzt nochmal für die
ganze Unterstützung und Rückendeckung bedanken (und nur um es mal deutlich erwähnt zu haben... wenn ich "Familie" erwähne, dann meine ich damit natürlich auch Astrid sowie Astrid's Familie). Danke!!!
Ich habe es sehr, wirklich sehr
genossen, in Kenia zu arbeiten; nicht nur bei, sondern auch mit den Menschen zu
sein, Teil an deren Leben zu haben, und und und. Wenn mich wie so oft ein
Kenianer fragt, wie mir Kenia gefallen hat, antworte ich ihm immer “I fell in
love with Kenya. People are so friendly and helpful, especially to me as a
mzungu“. Wenn ich z.B. an meine Zeit vor etwa 2 Monaten zurückdenke, als ich in
vielerlei Hinsicht hier noch grün hinter den Ohren war, mich aber dann auch auf
meine ersten Wochenendtrips im Alleingang wagte... ich war sehr, sehr oft der
einzige mzungu (Weiße) weit und breit, und wenn ich jemanden ansprach, da ich
etwas wissen wollte oder Hilfe benötigte, wurde mir ausnahmslos freundlich und
hilfsbereit begegnet. Und zwar in einer Form, die ich hier absolut nicht
erwartet habe. Grandios zu erleben! Und um ehrlich zu sein, ich habe es
irgendwie sehr genossen, der einzige Weiße unter den ganzen Dunkelhäutigen zu
sein... vielleicht sogar eben aus diesem Grund...
Als ich im Vorfeld meiner Abreise
mit meinen Freunden über meine Sorgen gesprochen habe, insbesondere dem ersten
Projekt als Lehrer in einer Schule nicht gerecht zu werden, hat mir einer
meiner Freunde erklärt: “Man wächst mit seinen Aufgaben!“. An diesen Spruch
musste ich in meiner Zeit des öfteren denken - ich kann ihn nur unterstreichen.
Aber ich weiss auch, gar keine Frage, dass aller Anfang schwer ist. Der oder
die ersten Tage in einem neuen Projekt / in einer neuen Umgebung haben mich
immer wieder aufs Neue gefordert, aber letztendlich habe meine Zeit hier in
Kenia trotz der ein oder anderen Hürde gut gemeistert.
Jedenfalls bin ich sehr, sehr
froh darüber, diese Reise GENAU SO gemacht zu haben. Zwei Jahresurlaubstage
(2011 + 2012) sowie 220 Überstunden sind zwar dafür drauf gegangen, aber das
war es absolut wert. Ich würde es genau so wieder machen und kann (und werde -
liebe Nichten und Neffen, freut euch schon mal auf lange Unterhaltungen mit
mir) jedem nur dazu raten, eine solche Erfahrung zu machen. Sollte es jemanden
geben, der bereits Interesse an einer Volontärtätigkeit in Kenia hat - es gibt
hier soooo unendlich viele Möglichkeiten, mit anzupacken, und zwar natürlich
auch ohne Organisation. Bei Interesse bitte einfach bei mir melden.
Es gab so viele verschiedene
Highlights, und nicht unerwähnt lassen möchte ich die gemeinsam mit Astrid verbrachte
Zeit. Sie kam nach dem Ende meines ersten Projekts zu mir und wir hatten eine
tolle Woche Urlaub zusammen. Dann gings für uns beide gemeinsam nach Limuru, um
in der Mukeu School für geistig behinderte Kinder ans Werk zu gehen. Diese
Erfahrung mit seinem Partner zusammen zu machen, das ist wirklich beeindruckend.
Das war eine tolle und wichtige gemeinsame Erfahrung für uns beide. “Das waren
die besten 3 Wochen ever!“, schrieb sie mir vor ihrer Heimreise auf einen
Zettel.
Ich habe diese Reise aus vielen
verschiedenen Gesichtspunkten heraus gemacht. Neben den sozialen Aspekten (neben
dem Wunsch, “etwas Gutes tun zu wollen“, interessierte ich mich für eine Art
Entwicklungshilfe in Afrika schon sehr lange) wollte ich auch herausfinden, wie
es für mich wird, “so lange“ im Ausland zu sein. Ich weiß, und das möchte ich
betonen, wo mein Platz ist - und der ist bei meiner Familie und bei meinen
Freunden; aber ich weiß auch, dass ich mich auch zukünftig gerne für längere
Zeit in einem Entwicklungsland aufhalte, um dort mit anzupacken. Ich habe mich
im Vorfeld schon so eingeschätzt - jetzt weiß ich es. Vielleicht gibt es für
mich eine Möglichkeit, dieses Interesse beruflich umzusetzen....
Ich habe mich bislang in meinen
Blogeinträgen immer etwas davor gehütet, die folgenden Zeilen zu schreiben, da
ich hier nur informieren (i.S.v. ebenfalls über den Tellerrand schauen lassen)
und keinen Spendenaufruf starten wollte, aber da dieser Blog mittlerweile über
3800 Seitenaufrufe hat (was mich sehr freut), möchte ich nun die Chance nicht
verstreichen lassen, auf diesem Wege abschließend noch einmal zu “meinem
Publikum“ zu sprechen, da ich hiermit möglicherweise einen wenn auch kleinen
Einfluss zu haben scheine. Ich habe es weiter oben zwar schon mal angesprochen,
möchte aber nun zum Schluss nochmal gezielt darauf hinweisen: Wenn es jemanden
gibt, der etwas Gutes tun und eine finanzielle Spende geben möchte, der hat
jederzeit die Möglichkeit, mich darauf anzusprechen. Ich kann dann diverse Vorschläge machen... Dass ich in meiner Zeit
hier in Kenia viel Not und Armut gesehen, erlebt habe, zeigt alleine dieser
Eintrag. Aber ich habe auch gleichzeitig erfahren, dass es Projekte und
Möglichkeiten gibt, wie man den Ärmsten der Armen (zumindest etwas) unter die
Arme greifen kann. Step by step.... Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten,
seinen eigenen Beitrag zu leisten, und dies über MISEREOR zu tun, bietet dabei
ein sehr gutes Beispiel.
So, Schluss jetzt. Ich bin
mittlerweile an meinem letzten Tag hier in Kenia angekommen (habe seit 3 Tagen
nicht gegessen und geschlafen - :-) ). Gleich gehe ich mir noch ein
Fußballspiel in Nairobi’s Footballstadium anschauen, dann wars das. Um 01:00
Uhr morgen früh steht mein Taxi vor der Türe, um 04:30 Uhr geht mein Flieger,
und zwar mit einer Zwischenlandung in Kairo (ich hoffe, ich sehe die Pyramiden
nochmal, auf denen ich 2006 hochgeklettert bin).
Ich gehe tatsächlich, wie es so
schön heißt, mit einem weinenden und einem lachenden Auge.
Jetzt blicke ich vorwärts, denn
ich freue mich schon wahnsinnig auf meinen Schatz Astrid, auf meine große tolle Familie und
auf meine Freunde. Und natürlich auf den mittlerweile nicht mehr kleinen, aber
ach so frechen Hund.
Andi
